Die
Legende
Dereinst soll ein ziemlich bösartiger alter Mann namens
Jack gelebt haben. Als er dies nicht mehr tat (leben) und seine Reise in die
Ewigkeit antreten musste, wurde er verständlicherweise nicht in den Himmel
eingelassen. Ergeben machte sich auf den Weg in die Hölle, um dort Einlass zu
begehren. Aber selbst der Teufel mochte den hinterhältigen Burschen nicht
- also trat er ihm unterwegs entgegen und drückte ihm ein Stück Kohle in die
Hand (ob als Bestechung oder zur Abschreckung, sagt die Legende nicht). So
zog Jack von dannen, plazierte die doch etwas ungemütliche Kohle in einer
ausgehöhlten Rübe und wandert seitdem ruhelos herum, auf der Suche nach einem
Platz, wo er den Rest seines Todes zubringen könnte.
Nicht etwa, dass die
Menschen Jack um sein Schicksal allzusehr beneideten - aber immerhin leiteten
sie aus den Ereignissen rund um den Alten ab, dass ein brennendes Stück Kohle
in einer Rübe den Teufel (und damit wohl auch alle bösen Geister) abhalten
könne.
Der Brauch (Jack O'Lantern) wurde
von den irischen Einwanderern in die USA mitgenommen und dort wie alles
Brauchtum aus der alten Heimat hochgehalten und sogar noch ausgebaut: Hier
fand man, dass der in Amerika heimische Kürbis - da wesentlich größer und auch
leichter zu bearbeiten - besser als Jack O'Lantern geeignet sei, als die alte
Rübe. Und gerade wegen der neuen Gestaltungsmöglichkeiten wurde die
geisterverscheuchenden Leuchte mit einer neuen Funktion versehen: Als (mehr
oder weniger) Kunstobjekt.
*) Das war die Kurzfassung der Jack O'Lantern Legende (und die ist
schon gut). Dazu gibt es allerdings auch noch Ausschmückungen - die Menschen
mochten zu allen Zeiten eben ausgeschmückte Geschichten.
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